Zusammenbau

Der Zusammenbau ging erstaunlich schnell.
Es hat nur 2 Tage gebraucht, da war aus dem leeren Rahmen schon wieder ein Vollwertiges Motorrad mit Elektrik, Motor, Abgasanlage, Bremsen und Lenkeramaturen geworden.
Und am 2. Tag stand die hübsche schon wieder auf ihren eigenen 2 Reifen in der Werkstatt :)

Es sind nun noch einige Kleinigkeiten zu erledigen, wie z.B.
das blöde Ölsieb einbauen,
Blinker verkabeln,
Öl auffüllen,
Bremsflüssigkeit wechseln,
Vergaser einbauen,Kette einauen
usw..

Ich denke aus diesen Kleinigkeiten werden auch nochmal 1-2 Arbeitstage, aber viel ists ja nicht mehr.

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Verdammtes Ölsieb

Passt bloß auf mit dem Ölsieb welches Vorne im Rahmen verschraubt ist!
Ich wollte das nur noch schnell einmal raus drehen und sauber machen..
So fest wie das ist, war der 6-Kant natürlich recht schnell rund. Auch Aufbohren half nichts!
Ich habe mehrere Löcher rund um das M20x1,5 Gewinde gebohrt und trotzdem ließ es sich nicht lösen.Zum Schluss ließ sich der total zerbohrte Rest der Schraube nur mit dem Meißel in Einzelteilen raus hämmern

Ich habe im nachhinnein gelesen, dass dieses Sieb verklebt ist und schon so manch einer an dieser Schraube scheiterte.
Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn es diese Schraube wenigstens zu kaufen gäbe. Aber nein, nirgendwo erhältlich. Muss nun also eine Einzelanfertigung machen lassen..

Und dass das Innengewinde mit zerstört wurde ist ja mein Fehler.
Dieses habe ich nun mit UHU REPAIR ALL (2-Komponenten Klebemasse) wieder ausgebessert.
Die auf dem Bild zu sehenden Überschüsse ließen sich mit dem Dremel weg schleifen.

Ich hoffe nun, dass die neue Schraube mit dem Ölsieb gut abdichtet und ich dort NIE wieder dran muss!

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Das geht ins Geld

Nun bin ich beim wahrscheinlich teuersten Kapitel der Restauration angekommen.. Der ersten Bestellung folgen viele weitere. Nicht nur neue Teile sondern auch Werkzeug, Zubehör und Arbeitskosten fallen an. Die kleinen Beträge läppern sich schnell zusammen und ruck zuck sind mehrere hundert Euro weg ohne, dass man wirklich viel davon sieht.

Auch sehr ärgerlich ist es wenn man nun bereits gekaufte Teile viel günstiger sieht. So könnte ich beispielsweise einen Endtopf  für 60€ bekommen. Und hätte nicht einen mit krummer für 120€ kaufen sollen.

Naja, „nachher ist man immer klüger“.
Bisher bereuhe ich jedenfalls noch nichts wirklich schlimm und mache fröhlich weiter!

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Operation am offenen Ausgleichsbehälter

Natürlich ließ sich der Ausgleichsbehälter am Lenker auch nicht ganz ohne Probleme öffnen um Bremsflüssigkeit auf zu füllen.
Mir rissen beide M5 Schrauben ab..
Also musste ich den Behälter von der Bremse trennen (was eine riesen Sauerei gab) und den Ausgleichsbehälter mit auf die Arbeit nehmen.
Dort klebte ich den offenen Behälter schön ab, dass nur noch die abgerissenen Schrauben zu sehen waren und bloß keine Späne in die Bremsmechanik/Hydraulik kommen.
Die alten Schrauben bohrte ich dann aus und schnitt die Gewinde nochmal nach. Nun wird noch der Deckel neu lackiert und dann kann die Bremse wieder montiert und befüllt werden.

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Ärger beim Sandstrahlen

Meinen Rahmen habe ich in einen naheliegende Stahlbau-Betrieb gegeben um ihn dort sandstrahlen zu lassen.

Die haben mir aber erst beim Abholen gesagt, dass sie sehr grob strahlen und das eigentlich nicht ideal für einen Motorradrahmen ist.
Okay, danach hätte ich selbst fragen können..
Dass sie aber entgegen der Absprache das Typenschild nicht demontiert oder angeklebt haben und es einfach weg gepustst ist, finde ich nicht in Ordnung!
Dass sie aber die Fahrgestell Nummer nicht verschont haben und diese jetzt nahezu unkettlich gemacht ist finde ich absolut unprofessionell und scheiße!!!

Insgesamt war die Arbeit schlicht unprofessionell und nicht fachgerecht.
Es ist Rost und lack geblieben, es ist Sand im Öltank, kaputtes Typenschild, fast unlesbare Fahrgestellnummer..
Die 62€ plus die zusätzlichem Kosten die nun auf mich zukommen hätte ich mir sparen können.

Kampf mit den Lagern

Die Lager erweisen sich als echtes Problem! Schon mit dem Lagerring auf der Gabelbrück hatte ich große Probleme, denn er ließ sich nur mit wirklich roher Gewalt runter hämmern. Da war nicht viel mit Hitze zu machen (auf jeden Fall nicht mit den mir zur Verfügung stehenden Hausmitteln).
Auch die Radlager wollen sich einfach nicht austreiben lassen!
Ich sehe nun keinen anderen Weg als diese auf zu fräsen und in Einzelteilen heraus zu bekommen. Wie es mit den Lagerschalen im Lenkkopf aussieht weiß ich noch nicht.. Doch ich habe keine großen Hoffnungen in sie und werde auch die notfalls einfach auf fräsen.

Update:
Die Radlager habe ich nun einfach in die Werkstatt gegeben und dort für nen 20er entfernen lassen.
Die Lagerschalen im Lenkkopf mussten wirklich auf gefräst werden. Mit einem Dremel und nem Satz Trennscheiben ging es dem gehärteten Stahl zu Leibe.
War ne echte Sauarbeit und sie wollten auch einfach nicht raus, doch nach nen paar Stunden waren sie von allen seiten auf getrennt und ließen sich mit kräftigen Hammerschlägen raus treiben.

Nie wieder lenkkopflager wechseln!! -.-

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Felgen Bling-Bling

Wie alles anderen waren auch die schönen, verchromten Felgen mit billigem, schwarzem Dosenlack besprüht.
Dieser hielt nicht wirklich fest und ließ sich schon mit dem Fingernagel ab kratzen. Der Hochdruckreiniger jedoch konnte leider nichts ausrichten!
Also habe ich mich hingestzt und den kompletten Lack mit einem Taschenmesser und einer Drahtbürste in mühsamer Handarbeit von der Felge geschabt. Das nahm zwar 2 ganze Nachmittage in Anspruch, doch das Ergebnisse lässt sich sehen!

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So soll Sie aussehen!

Nachdem ich wieder mal einige Stunden am Computer getüftelt habe und mit Gimp (Bildbearbeitungsprogramm) etliche Designs gemalt hatte, steht jetzt ein Design fest!
So sieht jetzt der aktuellste Entwurf aus. Es lief doch wieder auf eine
Komplettlackierung in Schwarz hinaus (was ich anfangst überhaupt nicht wollte).
Darauf sollen dann große, orangene Streifen und schmale, graue mit Folie aufgeklebt werden.

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Ich würde gerne noch irgendwo etwas Schrift mit anbringen, bin mir aber noch nicht sicher wo und wie.
Vielleicht wird es noch ein YAMAHA-Schriftzug irgendwo, oder XT600, oder einige dezente ‚Sponsorenaufkleber‘. Das werde ich dann aber eher spontan entscheiden
wenn ich das Ergebniss direkt vor Augen habe.

Die Bilder sind nicht von meiner Maschine! Es handelt sich um Fotos aus dem Internet, die ich am Computer bearbeitet habe.

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Tacho repariert

Zu Hause setzte ich mich auch an den gebrochenen Tachohaler.
An diesem wurde bereits ein recht halbherziger Reparaturversuch vorgenommen, der nur alles verschlimmbessert hat.
Ich schlliff die gebrochenen Stellen mit grobem Sandpapier leicht an.
Dann mischte ich etwas Glasfaserspachtel an und flickte damit großzügig die Spalten.
Noch bevor die Spachtelmasse fertig ausgehärtet war, (was sehr schnell geht) schnitt ich mit einem kleinen Messer die gröbsten Überschüsse der Spachtelmasse ab und brachte sie etwas in Form.

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Als dann alles ausgehärtet war, wurde wieder geschliffen. So bekam ich die groben Unebenheiten aus dem Spachtel und die hässlichen Überreste verschwanden auch.
Zu guter Letzt sprühte ich noch ein paar Züge schwarzen Lack drüber. Nur der Optik wegen..
Mit dem Resultat gewinne ich keinen Schönheitswettbewerb, aber stabil müsste es sein, und damit seinen Zweck erfüllen.

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Kabelbaum wie neu!

Der Kabelbaum schien wohl noch im Werkszustand gewesen zu sein. Das Isolierband war aber schon ausgehärtet und der Kleber hat sich gelöst und als schmieriger Film über alle Kabel gelegt.
Ich habe das ganze Isolierband abgewickelt und anschließend die Kabel und Stecker gereinigt. Dabei habe ich auch einzelne Stellen wieder repariert an denen die Kabel beschädigt waren. Mit dem Stofffaser-Isolierband, welches ich für nen 5er bei Amazon bestellt hatte, wickelte ich nun den ganzen Kabelbaum neu.
Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden! Alle Kabel sind fest und geordnet gebunden und das Gewebeband macht einen stabilen, widerstandsfähigen Eindruck.wpid-img_20141218_143740.jpg